alte Linden neue Linden
Alte Linden gepflanzt 1701 Neue Linden gepflanzt 1993
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Im Mansfelder Land, auf halbem Wege zwischen der Lutherstadt Eisleben und Stadt Mansfeld befindet sich das Dorf Helbra. Etwa 250 m über dem Meeresspiegel an den östlichen Ausläufern des Harzes und in dessen Regenschatten gelegen, werden hier im Mittel nur 500 bis 550 mm Niederschlag im Jahr gemessen. Helbra besitzt keine fließenden Gewässer, mit Bad Neptun und Bad Anna sind ihm zwei Binnengewässer geschenkt, die sowohl als Stätten des Sports als auch der Erholung den Menschen Kraft, Freude und Heimatbewusstsein vermitteln. Die ortsansässige Industrie befindet sich im Umbruch. Bereits vor der Wiedervereinigung geplant, wurde neben dem Abbau des Kupferschiefers auch die den Ort dominierende unwirtschaftlich gewordene Verhüttung des Kupferschiefererzes im Jahr 1990 eingestellt. Von der über hundertjährigen August-Bebel-Hütte (Kochhütte) ist nichts mehr zu sehen, diese wurde nach der Wiedervereinigung stillgelegt und von ABM-Kräften im Rahmen der Sanierungsgesellschaft abgerissen und das schwermetallkontaminierte Hüttengelände saniert. Im Sinne einer Sanierung wurde auch bereits mit umfangreichen Aufforstungsmaßnahmen begonnen. Nach der Wende wurde vor dem südöstlichen Ortseingang das Gewebegebiet "Hundertacker" eingerichtet, welches Investoren sehr gute Grundlagen sowohl zur Schaffung von Handelseinrichtungen als auch produzierendes Gewerbes bietet. Heute sind weitere industrielle Betriebe am südlichen Ortsausgang angesiedelt.

Ein gekennzeichneter und mit Erläuterungen versehener Heimat- und Bergbaulehrpfad gibt u.a. Auskunft über den im Osten Deutschlands als einmaliges Industriedenkmal vorhandenen Malakowturm als ehemals steinernen Förderturm, dem noch intakten Schmidschacht auf dem Gelände der ehemaligen Rohhütte, die evangelische St. Stephanus-Kirche mit ihrem 1000-jährigen Turm und die in den Jahren 1911/1912 errichtete katholische St. Barbara Kirche.